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Technik
- Sequentielle Autogasanlagen
- Venturi Autogassysteme
- Flüssigtanks
- Flashlube
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Sequentielle Autogasanlagen
Dieses System eignet sich hervorragend für Fahrzeuge mit geregeltem Katalysator, welche die Abgasnorm Euro 3 – D 4 erreichen sowie ein OBD –System (On-Board-Diagnose) integriert haben.
So funktioniert eine sequentielle Autogasanlage:
Vom Flüssiggastank, einem geprüften Gasbehälter, aus wird das Gas, eine Propan-Butan-Mischung, über eine Druckleitung zum Motorraum geführt. Die Funktion des Verdampfers bzw. Druckreglers besteht zum einen darin, das flüssige Gas in einen gasförmigen Zustand umzuwandeln, zum anderen die Einspritzdüsen mit einem konstanten Druck von 1 bar zu versorgen. Der Verdampfer wird im Motorraum eingebaut und mit am Kühlsystem des Motors angeschlossen, um dadurch eine Vereisung des Verdampfers zu verhindern.
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| Hinter der Gasaustrittsöffnung vom Verdampfer/Druckregler wird ein Gasfilter installiert.
Der Gasfilter dient dazu, die Einspritzdüsen vor Verunreinigungen zu schützen. Um eine einwandfreie Funktionalität der Gasanlage zu gewährleisten, sollte der Gasfilter ca. alle 20.000 km gewechselt wer-den. |
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Das sequentielle Gaseinspritzsystem wird durch ein separates Steuergerät verwaltet. Von diesem Gerät wird die Sequenz, das bedeutet, die Taktfolge, in der die Einspritzdü-sen geöffnet werden, die Zeit, das heißt, die Länge der Öffnung der Einspritzdüsen und der genaue Zeitpunkt der Gaseinspritzung gesteuert. Diese Werte werden anschließend an den Gasmengenregler weitergegeben, der in der Nähe des Ansaugkrümmers ange-bracht wird. Dieser hat zum einen die Funktion, das vom Verdampfer kommende Gas zu den Gaseinspritzdüsen, welche im Ansaugkrümmer vor den Einlassventilen montiert werden, weiterzuleiten. Zum anderen gehört die Dosierung der richtigen Gasmenge im Fahrbetrieb zu den Aufgaben des Gasmengenreglers. Weiterhin sorgt der Gasmengen-regler für eine Unterbrechung der Gaszufuhr bei Schubbetrieb.
| Eine weitere wichtige Komponente einer Auto-gasanlage ist der Benzin/Gasumschalter mit integrierter Gastank-Füllstandsanzeige. Dieser Umschalter wird am Armaturenbrett in der Fahrzeugkabine an einer gut sichtbaren Stelle angebracht. Mittels des Umschalters kann während der Fahrt von Benzin- auf Gasantrieb umgeschaltet werden und umgekehrt. Die integrierte Gastank-Füllstandanzeige zeigt den aktuellen Füllstand des Autogastanks über 4 Leuchtdioden an. |
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Venturi Autogassysteme
Venturi Autogasanlagen sind überwiegend auf Fahrzeuge älterer Bauart ausgerichtet bis einschließlich Euro 2 – D3 sowie auf Vergaserfahrzeuge oder Einspritzer ohne Katalysator.
So funktioniert das Venturi-System:
Vom Grundaufbau her funktioniert die Venturi-Anlage ähnlich wie die sequentielle Anlage. Der Hauptunterschied besteht darin, dass der Treibstoff nicht jedem Zylinder einzeln, sondern dem Motor zentral über den so genannten „Mischer“ zugeführt wird. Der Mischer ist Teil des Flüssiggas-Systems, welcher die Aufgabe hat, den Treibstoff und die einströmende Luft in den richtigen Beträgen anteilmäßig zu verteilen um den Motor zu speisen.
Flüssiggastanks
Die gängigste Form eines Gastanks ist der so genannte „zylindrische Tank“, der je nach Durchmesser und Länge 35 bis 180 Liter Autogas bei einem Druck bis zu 15 bar aufnehmen kann. Eingebaut wird der zylindrische Tank quer oder längst im Kofferraum.
Um den Platz im Kofferraum zu erhalten, besteht zum einen die Möglichkeit, einen ring-förmigen Tank, den so genannten „Radreservemuldentank“, in die Radreservemulde einzubauen. Zum anderen kann ein so genannter „Unterflurtank“ in den Fahrzeugboden montiert werden. Beide Tankvarianten sind bis zu einem Volumen von 70 Litern Gas erhältlich.
Die Betankung der Flüssigtanks erfolgt über einen außen am Fahrzeug angebrachten Füllstutzen, wie auf dem folgenden Bild dargestellt:
Hinweis:
Aus Sicherheitsgründen dürfen Flüssiggastanks in Fahrzeugen nur zu maximal 80 % der gesamten Füllmenge befüllt werden. Hiermit soll erreicht werden, das sich bei Erwärmung des Gastanks das flüssige Gas im Behälter ausdehnen kann. Bei 100 % Befüllung würde sich in solch einem Fall der Gasdruck im Tank erhöhen. In diesem Fall würde unter bestimmten Umständen das Sicherheitsventil kurzzeitig öffnen, um den Gasdruck im Tank wieder abzubauen.
Wird beim Betanken der höchstzulässige Füllstand (80 % des gesamten Tankinhalts) erreicht, so schließt das Ventil am Füllstopp automatisch. Wie auf dem Bild zu sehen, wird die selbstständige Füllbegrenzung durch einen mechanischen Schwimmer erreicht. Durch dieses System ist es nahezu ausgeschlossen, das der Gastank mehr als zulässig befüllt wird.
Flashlube
Bei gasbetriebenen Fahrzeugen werden die Ventilsitze zum einen aufgrund der höheren Verbrennungstemperatur, zum anderen aufgrund der mangelnden Schmierfähigkeit von Gas höher beansprucht. Während Benzin Zusätze enthält, die unter anderem den Ven-tilsitz schmieren und den Ventilteller kühlen, ist dies bei Gas nicht möglich.
Demnach empfiehlt sich vor allem bei Zylinderköpfen mit „weichen“ Ventilsitzen der Einsatz eines „Flashlube-Systems“, welches dem Motor automatisch ein Schmiermittel, das zugleich sehr gute Kühleigenschaften hat, zuführt.
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| Ventilsitz ohne Flashlube |
Ventilsitz mit Flashlube |
Dieses Schmiermittel oder auch „Additiv“ genannt wird im Motorraum in einem Behälter montiert, welcher direkt vom Ansaugkrümmer mit Unterdruck versorgt wird. Das Additiv wird dem Motor über eine Leitung vom Behälter zum Ansaugkanal kontinuierlich zugeführt. Über eine kleine Düse, welche direkt hinter der Drosselklappe im Ansaugrohr montiert wird, saugt der Motor nach dem Venturiprinzip die eingestellte Schmiermittelmenge automatisch mit an.
Durch das Schauglas wird die Menge des Additivs an der Einstellschraube justiert. Die Tropfrate wird laut Herstellerangabe auf 8 bis 10 Tropfen pro Minute eingestellt.
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| Flashlube-Kit |
Hinweis: Der Einsatz des Flashlube-Systems ist nicht bei allen auf Gas umgerüsteten Fahrzeugmotoren notwendig. Betroffen sind vor allem Duratec-Motoren, wie beispiels-weise beim Ford Mondeo oder Ford Focus.
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